aps-Magazin 1/2017

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Die Forderungen, die in der Resolution zum „Autonomiepaket“ von der ARGE Lehrer/-innen in der GÖD am 18. 11. 2016 gestellt wurden, sind immer noch nicht erfüllt. Daher wurde in der letzten Woche das Plakat zum Autonomiepaket als erste gewerkschaftliche Aktion an die Schulen versendet (siehe Seiten 6 und 7).

Der Leitartikel beschäftigt sich mit der geplanten Abschaffung der Sonderschule und einer flächendeckenden Einführung der Inklusion, ohne dafür ausreichend Mittel (in finanzieller, personeller, ausstattungsmäßiger und räumlicher Hinsicht) zur Verfügung zu stellen.

Persönlich hat mir eine Pressemitteilung unserer deutschen Partnerorganisation VBE (Verband Bildung und Erziehung) zum Thema „Gewalt gegen Lehrerinnen und Lehrer“ sehr zu denken gegeben. Der Pressemitteilung ging eine Untersuchung des Institutes FORSA unter knapp 2000 Lehrerinnen und Lehrern in drei deutschen Bundesländern voraus.

Ich habe einen Ausschnitt der Untersuchung im Dezember in einer Zeitung in Wien veröffentlicht. Die zahlreichen Reaktionen von Kolleginnen und Kollegen haben meine Vermutung bestätigt, dass das Problem in Österreich in einer ähnlichen Dimension vorhanden ist.

Besonders erschreckend finde ich die vielfach angesprochene mangelnde Unterstützung der vorgesetzten Behörden. In einigen Fällen gab es nicht nur keine Unterstützung, sondern sogar den Druck auf die Kolleginnen und Kollegen, die Vorfälle nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Es scheint ein Tabuthema zu sein, bei dem betroffenen Kolleginnen und Kollegen, statt entsprechende Hilfestellungen zu geben, suggeriert wird, dass so etwas „guten Lehrerinnen und Lehrern“ nicht passiert (Artikel, Seite 10 bis 13).

Martin Höflehner