aps-Magazin 2/2017

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Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!

Überschriften von Pressemitteilungen mit unterschiedlichen Schlüssen und Forderungen:

  • Weniger als die Hälfte der Schüler erreicht den vorgesehenen Bildungsstandard
  • Bildungsstandard-Ergebnisse sind „akute Handlungsaufforderung“ – Umfangreiches Maßnahmenpaket
  • Ergebnisse beim Lesen weiterhin dramatisch – Fokusschulen jetzt in den Mittelpunkt der Arbeit stellen
  • Ergebnisse sind gerade noch rechtzeitiges Alarmsignal
  • Herausforderungen mit finanzieller Autonomie und Sozialindex direkt an den Schulen lösen
  • „Her mit der gemeinsamen Schule!“
  • Vernichtende Bildungsstudie ein Alarmruf

In der Presseaussendung von Bundesministerin Hammerschmid (28. 3. 2017) findet sich – für uns Lehrerinnen und Lehrer wenig verwunderlich, wir sind es ja gewohnt, jedes gesellschaftliche Problem lösen zu müssen – die Forderung nach Weiterbildung (Gemeinsam mit den Schulen, der Schulaufsicht und ExpertInnen der Pädagogischen Hochschulen werde man Maßnahmen samt Umsetzungszeitplan zur Verbesserung der Kompetenzen in Deutsch entwickeln, sagte Hammerschmid. Sie setze hier besonders auf methodische, didaktische und pädagogische Maßnahmen [z. B. Weiterbildung], um die Resultate zu verbessern.)

Besonders verwundert hat mich in der Presseaussendung folgende Textpassage:

Einen wesentlichen Verbesserungsbeitrag erwartet die Ministerin auch vom Autonomiepaket, das derzeit in Begutachtung ist. „Das Autonomiepaket gibt den PädagogInnen die Möglichkeit, Kinder punktgenau zu fördern und ihre didaktischen Methoden auf die SchülerInnen zuzuschneiden“, sagte Hammerschmid, die überzeugt ist, dass das Paket wirken wird.

Aus meiner Sicht ist das Autonomiepaket ein Strukturpaket, und es wird kaum etwas davon tatsächlich bei den Kindern ankommen, daher bin ich nicht der Meinung, dass das Paket in dieser Beziehung wirken wird. 

Martin Höflehner