aps-Magazin 5/2016

APS-Magazine können nur von angemeldeten Benutzern durchgeblättert und von Gewerkschafts-Mitgliedern geladen werden.

Aus dem Ministerratsvortrag vom 18. 10. 2016:
die wichtigsten Maßnahmen des Autonomiepakets – für mehr Freiraum an Österreichs Schulen.

1. Schulcluster und Bildungscampus/-region
2. Autonome Unterrichtsorganisation
3. Auswahl der Lehrkräfte
4. Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte/Personalentwicklung
5. Qualifizierung der Schul(cluster)leiterinnen und -leiter und Objektivierung
6. Unterstützungspersonal
7. Schulpartnerschaft
8. Schaffung einer neuen Steuerungsstruktur und Qualitätsmanagement

Presseaussendungen dazu:

  • Bildungsministerin Hammerschmid leitet Umbau des Bildungssystems ein (BMB)
  • „Schulautonomie: Aus Kindersicht ein echter Fortschritt“ (Österreichische Kinderfreunde)
  • „Das Autonomiepaket ist ein großer Wurf“ (ÖVPBundesparteileitung)
  • „Weichen für moderne Schule gestellt, aber Chancenindex fehlt“ (AK Wien)
  • Schulautonomie entscheidender Reformschritt (Industriellenvereinigung)
  • Mutiger Entwurf, der viele NEOS-Forderungen aufgreift (Parlamentsklub der NEOS)
  • „Weg von der Verordnungskultur hin zu mehr Selbstbestimmung und Flexibilität für Schulen“ (SPÖ-Parlamentsklub)

Hoffentlich können die österreichischen Lehrer/-innen nach der legistischen Umsetzung dieses Papieres ähnlich euphorisch reagieren wie die zitierten Pressemeldungen. Angesichts des einen oder anderen Vorhabens könnte man das bezweifeln. 

Als Gewerkschafter erwarte ich mir jedoch eine starke Einbindung der Standesvertretung, wenn diese Vorhaben in Gesetze gegossen werden. Keinesfalls möchten wir ein in ein paar Tagen aus dem Boden gestampftes Gesetzeswerk, das im Juli oder August 2017 veröffentlicht wird und mit 1. 9. 2017 in Kraft treten soll. Sonst werden wir im nächsten Schuljahr in vielen Bereichen die gleichen Probleme haben wie dieses Schuljahr mit der Umsetzung der Grundschulreform!

Martin Höflehner