Vorbildungsausgleich

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Mit der Besoldungsreform 2015 wurde die ehemalige Berechnung des Vorrückungsstichtages durch die Berechnung des Besoldungsdienstalters ersetzt. Für alle jungen Kolleginnen und Kollegen wird bei Übernahme in einen Dauervertrag (altes Dienstrecht) bzw. sofort bei der Anstellung (neues Dienstrecht) dieses Besoldungsdienstalter zu berechnen sein, damit eine korrekte Einstufung erfolgen kann.

Bei den Kolleginnen und Kollegen im neuen Dienstrecht kommt es dabei zum Abzug eines Vorbildungsausgleiches von zwei Jahren, weil sie im masterwertigen pd-Schema eingestuft werden und ihre Ausbildung um zwei Jahre kürzer ist als die Masterausbildung.

Bei den Kolleginnen und Kollegen im alten Dienstrecht kommt es nach derzeitiger Lage zu einem Vorbildungsausgleich von drei Jahren, was für uns nicht akzeptabel ist. Das würde z. B. bedeuten, dass eine Kollegin, die nach vier Jahren mit einem befristeten Vertrag einen unbefristeten Vertrag erhält, ein Besoldungsdienstalter von 1 aufweist (vier Jahre Arbeit als befristete Lehrerin minus drei Jahre Vorbildungsausgleich) und damit in die 1. Gehaltsstufe kommt.

Im Rundschreiben des Bundeskanzleramtes zur Dienstrechts- Novelle 2015 stehen auf der Seite 16 folgende, dem oben angeführten Beispiel widersprechende Zeilen:

Ein pauschaler Abzug bei erstmaliger Aufnahme bzw. Ernennung ist – anders als etwa beim früheren Überstellungsabzug für die Verwendungsgruppe A und die Entlohnungsgruppe a – nicht vorgesehen. Damit entfällt auch der pauschale Abzug im Lehrerbereich und im Bereich der RichterInnen sowie StaatsanwältInnen.

Seitens der Gewerkschaft gibt es derzeit Gespräche mit dem Bundeskanzleramt, die als Ziel den Wegfall dieses Vorbildungsausgleiches und damit eine deutliche Besserstellung der Kolleginnen und Kollegen haben.

Wir werden weiter informieren!
Martin Höflehner